Was kostenlos im Brandschutz leisten kann

Kostenlose Brandschutz-Software kann eine konkrete Teilaufgabe vollständig abdecken. Ein Beispiel ist der Promat Reporter: Der Anbieter beschreibt die Dokumentation von Abschottungsprojekten mit Produkten, Fotos und Berichten als kostenlos. Erforderlich ist eine MyPromat-Registrierung; laut Produktseite lassen sich auch Fremdprodukte dokumentieren. Daraus folgt jedoch nicht, dass sämtliche betrieblichen Brandschutzaufgaben enthalten sind.

Bei einem Free-Tarif bleiben bestimmte Funktionen innerhalb festgelegter Grenzen kostenfrei. Ein Testzugang läuft dagegen nur zeitweise. Eine Demo zeigt das Produkt, ohne notwendigerweise einen eigenen Arbeitsbereich bereitzustellen. Diese Unterschiede sind wichtiger als das Wort „kostenlos“ auf einem Download-Button.

Welche kostenlose Lösung passt zum Einsatz?

Beschreiben Sie zuerst das Ergebnis, das Sie benötigen:

  • Abschottungen dokumentieren: Produkt, Einbauort, Bilder und zugehörige Unterlagen in einem Projektbericht zusammenführen.
  • Betriebliche Kontrollen festhalten: Eine angepasste Checkliste verwenden und auffällige Punkte zur Bearbeitung übergeben.
  • Baustellenbegehungen berichten: Mängel mit Ort, Fotos und Nachkontrolle erfassen; ein zeitlich begrenzter Pilot kann die Auswahl erleichtern.
  • Einzelne Dokumente verwalten: Für wenige Aushänge, Nachweise oder eine Mängelliste kann eine betreute Dateiablage mit Tabelle ausreichen.

Für eine umfassende Systemauswahl führt Brandschutz Software weiter. Anforderungen an Nachweisketten und Versionierung behandelt Brandschutz Dokumentation Software. Hier geht es darum, welcher kostenlose Umfang tatsächlich zum eigenen Auftrag passt.

Kostenlose Datei, App oder Software?

Die folgenden Angaben stammen aus öffentlich zugänglichen Anbieterinformationen, Recherche am 27. September 2026. Es handelt sich nicht um einen eigenen Produkttest oder eine Rangliste. Angebote können sich ändern; lassen Sie den vorgesehenen Nutzungsumfang vor Einrichtung bestätigen.

Angebot und Aufgabe Was ist kostenlos, was ist begrenzt?
Promat Reporter: Abschottungen Laut oben verlinkter Produktseite kostenlos nach Registrierung, auch für Fremdprodukte. Den benötigten Projekt- und Berichtsumfang vorab prüfen.
Mitti (by SafetyCulture): Checklisten und Inspektionen Die indexierte Anbieter-Tarifseite nennt einen Free-Tarif für bis zu zehn Personen und fünf aktive Inspektionsvorlagen. Kein Nachweis, dass jede gewünschte Brandschutzfunktion enthalten ist.
DokuPit: Objekte und Nachweise Ein Monat Test mit vollem Funktionsumfang und automatischer Deaktivierung laut Anbieter. Kostenlose Betrachter-Lizenzen sind davon getrennt und kein vollständiger Autorenarbeitsplatz.
PlanRadar: Bauprojekte und Mängel Die Anbieterübersicht nennt 30 Tage kostenlosen Test. Das ist kein dauerhaft kostenloser Tarif.
mydocma: modularer Pilot edr nennt zwei Monate für zwei reale Projekte mit jeweils zwei Nutzern. Gewünschtes Brandschutzmodul, Rücktritt und weitere Vertragsbedingungen konkret bestätigen lassen.
VigilOS FBL Solo: Fachbauleitung Brandschutz Drei Berichte oder sieben Tage kostenlos testen; anschließend Store-Abonnement. Für Berichte auf Baustellen.
FireLog: Kontrollen und Fristen Seite mit Beta-Hinweis und einer genannten 14-tägigen Pilotphase. Aktuelle Verfügbarkeit, Testende und anschließenden Betrieb vorab klären.
KEVOX: Nachweise im Brandschutz Die Produktseite bietet eine kostenlose persönliche Demo und Downloads. Das belegt keine kostenlose Dauerlizenz.

Kostenloser Download ist kein Lizenznachweis: mydocma BS go im App Store wird als kostenloser Download geführt. Die getrennte Pilotbeschreibung des Herstellers zeigt, warum zusätzlich der Zugang zum Gesamtsystem geklärt werden muss. Dasselbe Prüfprinzip gilt für andere mobile Clients.

Mindestkriterien für kostenlose Brandschutz Tools

Prüfen Sie nicht nur die Funktionen der Vollversion, sondern den tatsächlich verfügbaren kostenlosen Tarif. Halten Sie dafür vier Mengen fest: benötigte Nutzer, aktive Vorlagen, Projekte oder Objekte sowie Exporte. Ergänzen Sie, wer bearbeiten und wer nur lesen darf.

Fiktives Planungsbeispiel: Ein Betrieb benötigt sechs getrennte aktive Kontrollvorlagen. Ein Tarif mit fünf aktiven Vorlagen deckt diesen Aufbau nicht vollständig ab, auch wenn die Anzahl durchgeführter Kontrollen ausreicht. Zu prüfen ist, ob eine fachlich sinnvolle gemeinsame Vorlage möglich ist. Kontrollpunkte nur zur Einhaltung eines Tariflimits zu streichen, wäre keine Lösung.

Für eine Mängelliste sollten mindestens Ort, Feststellung, Datum, Zuständigkeit, vorgesehene Maßnahme und Bearbeitungsstand zusammenbleiben. Fotos und weitere Nachweise müssen zuordenbar sein. Prüfen Sie zusätzlich, ob der kostenlose Umfang Vertretung, benötigte Erinnerungen und einen verständlichen Export unterstützt. Nicht jede Teilaufgabe braucht dagegen Planverortung oder ein vollständiges Anlagenregister.

Typische Grenzen kostenloser Lösungen

Eine kostenlose Lösung ist nicht automatisch ungeeignet für mehrere Standorte. Entscheidend ist, ob der konkrete Tarif die benötigten Aufgaben und Zugriffsrechte abdeckt. Umgekehrt ist ein kostenpflichtiger Tarif kein Beweis für vollständige Nachweise.

Vor Testende den Ausstieg prüfen

  1. Ende klären: Endet der Zugang automatisch, bleibt ein Free-Tarif oder entsteht eine Zahlungspflicht? Notieren Sie Laufzeit, Kündigung und mögliche Einrichtungsleistungen.
  2. Export öffnen: Speichern Sie einen Beispielbericht samt Fotos und Anlagen. Prüfen Sie außerhalb der Anwendung, ob Ort, Datum, offene Punkte und Zuordnung verständlich bleiben. Ein PDF ersetzt nicht automatisch exportierbare Stammdaten.
  3. Weiterarbeit sichern: Wer übernimmt offene Aufgaben nach Testende? Welche Lese- und Exportrechte bleiben, und bis wann? Fragen Sie nach Datenrückgabe und Löschung, bevor der Zugriff endet.
  4. Daten schützen: Klären Sie Berechtigungen, Sicherung und Wiederherstellung. Laden Sie sensible Gebäudepläne oder personenbezogene Unterweisungsnachweise erst hoch, wenn die betriebliche Freigabe und erforderlichen Datenschutzregelungen geklärt sind.

Beginnen Sie den Auswahltest möglichst mit anonymisierten Beispielen. Produktive Daten gehören nicht allein deshalb in einen Dienst, weil dessen Registrierung kostenfrei ist.

Brandschutzmängel brauchen Workflow

Ein versperrter Fluchtweg darf nicht bis zum Ende einer Softwareauswahl unbeachtet bleiben. § 4 ArbStättV verlangt unter anderem das Freihalten von Fluchtwegen und die unverzügliche Beseitigung festgestellter Mängel. Bei unmittelbarer erheblicher Gefahr, die nicht sofort beseitigt werden kann, müssen gefährdete Beschäftigte ihre Tätigkeit unverzüglich einstellen.

Der Eintrag unterstützt die Bearbeitung: Feststellung melden, erforderliche Sicherung veranlassen, Zuständigkeit und weiteres Vorgehen festhalten, Beseitigung kontrollieren. Ein Foto und der Status „erledigt“ allein belegen noch keine wirksame Abhilfe. Das gilt gleichermaßen für Papier, kostenlose Tools und bezahlte Software.

Die mobile Erfassung vertieft Brandschutz App. Für Mängel aus mehreren Fachbereichen hilft Mängelmanagement App.

Keine Fachplanung durch Software

Eine Softwarelizenz ersetzt weder Fachkunde noch eine erforderliche Prüfung vor Ort. Aus einem automatisch erstellten Bericht folgt nicht, dass eine Abschottung fachgerecht ausgeführt oder eine Feuerlöscheinrichtung funktionsfähig ist. Auch vorgeschlagene Prüffristen und Vorlagen müssen zum Objekt und seinen Anforderungen passen.

§ 6 ArbSchG verlangt nachvollziehbare Unterlagen zu Gefährdungsbeurteilung, Maßnahmen und deren Überprüfung, nicht den Kauf einer bestimmten Anwendung. Bauordnungsrechtliche Vorgaben und Genehmigungen sind zusätzlich objektbezogen zu klären. Bei Planungsfragen, Sonderbauten oder unklaren Prüfanforderungen ist die zuständige Fachkunde einzubeziehen.

Umsetzung mit ArbeitsschutzPilot

ArbeitsschutzPilot ist ein eigenes kommerzielles Angebot. Der Free-Einstieg umfasst nach aktuellem Tarifumfang eine Basis-Gefährdungsbeurteilung und einen PDF-Export mit ArbeitsschutzPilot-Hinweis; Erinnerungen und Historie sind nicht enthalten. Er ist keine kostenlose Komplettlösung für Feuerlöscherverwaltung, Abschottungsdokumentation oder Brandschutz-Fachplanung.

Wenn organisatorische Brandschutzthemen in eine erste Gefährdungsbeurteilung einfließen sollen, kann der kostenlose Einstieg passen. Laufende Maßnahmenverfolgung, Review-Erinnerungen und Versionen gehören zum bezahlten Funktionsumfang. Vergleichen Sie diesen Bedarf getrennt von einer spezialisierten Brandschutz-App.

Zur Erstellung: Dieser quellenbasierte Überblick wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und überarbeitet. Zehn relevante Anbieter-, Vergleichs- und Produktseiten wurden ausgewertet; keine Anwendungen praktisch getestet. Eine unabhängige brandschutzfachliche oder rechtliche Prüfung liegt nicht vor. Die Mitti-Tarifangaben stammen aus dem indexierten Anbietertext, da der direkte Abruf bei der Recherche nicht verfügbar war. Maßgeblich bleiben die aktuellen Angebots- und Vertragsbedingungen.